Fremde beherbergen.

Migration und Flüchtlinge

Lehrer in der Schule

Deutsch als Fremdsprache in der Arbeit mit Flüchtlingen In den Einrichtungen des Bereichs Migration und Flüchtlinge der Rummelsberger Diakonie arbeiten Lehrkräfte zur Vermittlung der deutschen Sprache. Durch die Unterstützung des Fachdienstes "Deutsch als Fremd-/Zweitsprache" sollen die Jugendlichen die Möglichkeit haben von Beginn ihres Aufenthalts in Deutschland die Sprache zu lernen.

Die Arbeit als Lehrkraft unterstützt zum einen die Jugendlichen in dem, worin es am meisten mangelt: der Möglichkeit, Worte zu finden und sich eine Stimme zu geben. In der kurzen Zeit des Clearings ist es in den meisten Fällen nur wenig, was man vermitteln und lernen kann. Aber es hilft den Jugendlichen, und es gibt ihnen ein Stück Autonomie über ihr Leben zurück: Die Inhalte des Unterrichts orientieren sich an den Anforderungen des Alltags und den Wünschen der Jugendlichen. Themen sind beispielsweise der öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV), Kleidung, Essen/Küche, Einkaufen und Schule.

Abklärung und Unterstützung

Auf der anderen Seite ist die Unterrichtssituation auch ein guter Rahmen, um Bedarfe der Jugendlichen festzustellen und in den Clearingbericht einfließen zu lassen:

  • Wie ist das Sozialverhalten?
  • Welche Rolle nimmt ein Jugendlicher in einer Gruppe ein?
  • Wie verhält er sich bei Konflikten? Wie in der Schule?
  • Kann er sich konzentrieren?
  • Ist er abgelenkt oder lenkt er andere ab?

Dies alles soll die FachkollegInnen darin unterstützen, eine angemessene Folgeunterkunft für die Jugendlichen zu finden und die Bedarfe der Jugendlichen zu decken.

Der Unterricht findet vormittags von Montag bis Freitag statt und umfasst neben schulischem Unterricht auch Ausflüge, Museumsbesuche oder Sport. Aufgrund der besonderen Situation im Clearingverfahren orientieren wir uns nicht an den bayerischen Schulferien, der Unterricht findet ganzjährig statt.

Praktika und Hospitationen

Es besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, Praktika im Rahmen der Ausbildung (Studium DaF/DaZ, Heilpädagogik, o.Ä.) zu absolvieren. Auch ein ehrenamtliches Engagement ist vormittags eine gute Unterstützung im Unterricht oder nachmittags eine Ergänzung des Unterrichtes.

Anfragen diesbezüglich sind bei allen Standorten möglich oder bei Rolf Lenhart, Pädagoge für Deutschförderung