Fremde beherbergen.

Migration und Flüchtlinge

Infos zum Standort

Adresse

Rummelsberger Diakonie e.V.
Rummelsberg 2
90592 Schwarzenbruck
Telefon 09128 50-0

www.rummelsberger-diakonie.de
info@rummelsberger.net

Über die Rummelsberger Diakonie

Die „Rummelsberger Dienste für junge Menschen gGmbH“ (RDJ) unterstützt Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen. Mit stationären und flexiblen Hilfsformen erreichen wir in ganz Bayern rund 2.500 junge Menschen im Alter von 0 bis 21 Jahren sowie deren Familien. Die gemeinnützige Gesellschaft gehört zum Verein „Rummelsberger Diakonie e.V.“, der seit über 125 Jahren besteht.

Geschäftsführer: Karl Schulz
Fachlicher Leiter: Olaf Forkel

Was wir tun

Das Motto des Bereiches Migration und Flüchtlinge ist "Keiner darf verloren gehen". Wir sind für Jugendliche ab 14 Jahren da, in Einzelfällen auch jünger. Unser Angebot: 

  • Stationäre Aufnahme in der Schutz- und Clearingstelle sowie in Wohngruppen
  • Begleitung während des Clearingverfahrens
  • Betreutes Wohnen
  • Sozialdienst in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Zirndorf
  • Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge
  • Flexible Hilfen (Pflegefamilie, ambulante erzieherische Dienste)

In Bayern ist die Rummelsberger Diakonie mit 46 Einrichtungen (Stand Januar 2016) einer der großen sozialen Träger im Bereich Migration und Flüchtlinge. Unsere rund 420 pädagogischen Fachkräfte betreuen über 600 Jugendliche.


Fremde beherbergen

Das Bild „Fremde beherbergen“ ist eine moderne Interpretation der sieben Werke der Barmherzigkeit. Der Künstler Martin Schmidt hat mit Bleistift ein Klappbett gezeichnet, wie es viele von uns möglicherweise zu Hause haben, um überraschenden Besuch aufzunehmen. Das Bild, Teil einer Serie über die sieben Werke der Barmherzigkeit, entstand im Jahr 2010.

Heute hat die Bleistiftzeichnung eine Bedeutung bekommen, die wir uns nie hätten träumen lassen. Wir suchen händeringend um geeignete Unterbringungsmöglichkeiten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF). Dies ist inzwischen eine Herausforderung an die gesamte Jugendhilfelandschaft, sowohl für öffentliche als auch für freie Träger. Nicht nur Immobilien für die Unterbringung von Flüchtlingen werden händeringend gesucht, es braucht auch geeignete und ausreichend Fachkräfte. Oft bleibt nicht die Zeit, zuerst Mitarbeiter zu suchen, diese dann zu schulen und schließlich ein neues Angebot zu entwickeln.

Denn die Jugendlichen sind bereits da, leben in Notunterkünften und müssen so schnell wie möglich versorgt werden. Das heißt oft, dass neue Angebote neben der bereits laufenden Arbeit entwickelt werden müssen. Das ist eine Herausforderung, wie wir sie, meiner Erinnerung nach, so noch nicht hatten in der Jugendhilfelandschaft.

Die Rummelsberger Diakonie sieht diese Herausforderung als diakonische Aufgabe und stellt sich dieser. In den vergangenen eineinhalb Jahren sind eine Menge neuer Angebote für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge entstanden. Diese werden weiter ausgebaut. Wir sind sowohl in den Erstaufnahmestellen und Clearinggruppen tätig, als auch in den Wohngruppen zur Nachsorge. Auch ambulante und teilbetreute Angebote haben wir zur Versorgung der Jugendlichen geschaffen. In Kooperation mit dem städtischen Jugendamt Nürnberg suchen wir Pflegefamilien für die Flüchtlinge. So sind wir inzwischen in allen sieben Regierungsbezirken in Bayern ein Partner in der Versorgung von UMF-Jugendlichen. Weil diese künftig aus den stark überlasteten Kommunen auf alle Gemeinden und Städte in Bayern verteilt werden sollen, stehen alle in der Jugendhilfe Tätigen vor weiteren Herausforderungen. Die Rummelsberger Diakonie steht ihnen als Partner mit langjähriger Erfahrung in der Arbeit mit Flüchtlingsjugendlichen dabei zur Seite.

Diakon Werner Pfingstgraef, Fachbereichsleitung Migration und Flüchtlinge